Mittwoch, 03. März 2010
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat bei einer stichprobenartigen Überprüfung der Web-Auftritte gesetzlicher Krankenkassen festgestellt, dass vielfach unzulässige Analysedienste zur Reichweitenmessung eingesetzt wurden.
Unzulässig seien solche Dienste dann, wenn sie das individuelle Surfverhalten von Nutzern registrieren und auswerten, ohne dass hierüber eine ausreichende Information stattfindet und ohne dass die Nutzer eingewilligt haben. Das teilte Schaars Behörde heute mit.
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Dienstag, 02. März 2010
Fincagewinn.com, die neue Abzocke des Ronny Leonhardt –
Durch einen netten Hinweis per Email wurde die Redaktion auf ein neues angebliches Gewinnspiel aufmerksam gemacht. Der in Aussicht gestellte Fincagewinn wurde per Emailspam beworben. In der Email heisst es u.a.:
| Sehr geehrte(r) Dieter Eitner, (Hinweis der Redaktion: Name geändert)
vielen Dank für ihre Anmeldung bei dem Gewinnspiel auf www.fincagewinn.com.
Mit etwas Glück sind Sie schon der neue Besitzer der Luxus Finca auf Mallorca.
Im Anhang erhalten sie die Rechnung über ihre Teilnahme am Gewinnspiel zur Luxus Finca.
Wir bitten Sie, diese innerhalb von 7 Tagen, auf unser Konto zu überweisen! |
Die betroffene Person beteuert aber, sich dort nicht angemeldet zu haben. Dennoch wird in der im Anhang befindlichen Rechnung ein Betrag von 99,- Euro gefordert. Angeblich für die Bestellung eines Loses. Und um der Sache noch Nachdruck zu verleihen, wird auf eine vermeintlich gespeicherte IP-Adresse hingewiesen, die bei der angeblichen Anmeldung auf der Webseite fincagewinn.com übermittelt worden sein soll.
| 1 Los am Gewinnspiel auf www.fincagewinn.com
Ihre IP Nummer bei der Anmeldung 78.41.83.19 (Hinweis der Redaktion: Nr. geändert) |
Lustig ist die folgende Passage aus der mitgesendeten PDF-Rechnung:
| Wir verwalten Ihre Zahlung als Treuhänder bis zur Verlosung durch den Notar auf Mallorca.
Unser Gewinnspiel ist in England erlaubt und somit für Sie ganz legal ! |
Seltsam, seit wann gehört Mallorca zu England? Und warum überhaupt England? Es geht doch angeblich um eine Finca in Spanien.
Für die Seite fincagewinn.com ist laut den Kontaktangaben verantwortlich:
Anbieter:
Son Gener S.L.
App. Correo 211
ES – 07560 Cala Millor
Islas Baleares / España
- eingetragen im Handelsregister Palma de Mallorca , Nummer 14150 2009 000651 -
Emailkontakt:
info@fincagewinn.com
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Treuhänder Info Service :
M Billing Ltd.
Hennigsdorfer Str. 20
D-16540 Hohen Neuendorf
Kunden Supporthotline:
Montag – Freitag
Ortnetzrufnummer ( Normalgebühr Deutschland )
+ 49 30 346 55 9393
Fax 24 Stunden:
Ortnetzrufnummer ( Normalgebühr Deutschland )
+ 49 30 346 55 9394
Die folgenden Informationen enthalten die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben nach § 6 Teledienstgesetz
zur Anbieterkennzeichnung dieser Internet-Präsenz.
|
Die spanische Firma Son Gener S.L. existiert tatsächlich schon seit 1996. Es handelt sich dabei um eine
Finca, die als Hotel ausgebaut wurde. Der Firmensitz ist in Son Servera. Ein Ort, in dem derzeit auch Ronny Leonhardt zu Hause ist, denn dorthin ist er geflüchtet um sich dem Zugriff der deutschen Behörden zu entziehen. Und in bester Gesellschaft befindet sich Ronny Dieter Leonhardt geb. Eitner auch, da mit Antoine B. von der Fa. INA Service GmbH ein guter Freund und Geschäftspartner in der Nähe wohnt.
Mit der Firmennummer aus dem Handelsregister stimmt aber etwas nicht. Es sieht so aus, als würde der Name einer existierenden Firma missbraucht, ohne deren Firmendaten zu kennen.
SON GENER S.L.
C.I.F.: B07783228
Denominación: SON GENER S.L.
Domicilio Social: CALLE DE SES PLANES, 2 - 07560 SON SERVERA (BALEARES)
Teléfono: 971183736
Actividad Informa: 1686000 - Explotación apartamentos privados
CNAE 2009: 5520 Alojamientos turísticos y otros alojamientos de corta estancia
SIC: 7011 Hoteles
Administradores:
ADMINISTRADOR ESTEVA SERVERA ANTONIO 14/11/1997
ADMINISTRADOR CANELLAS RAMIS CATALINA 14/11/1997
|
Die finanziellen Transaktionen für diese Abzocke sollen über ein Konto der britischen Firma Mobile Billing Solution Ltd. abgewickelt werden. Diese Firma ist laut Anschrift im Briefkopf der Rechnungen ebenfalls an der Gaunerei maßgeblich beteiligt. Die Firmendomain mymobilebilling.com von der Mobile Billing Solution Ltd. liegt auf einem Server der, inzwischen berüchtigten, Firma IP69 des Christian Hoffmann. Im Impressum von mymobilebilling.com wird auch eine deutsche Anschrift angegeben.
Mobile Billing Solution Ltd.
Arcade Avenue 34
N3 2JU London
United Kingdom
CEO: Radim Moravec
Info Center Office Deutschland
Hennigsdorfer Str. 20
D-16540 Hohen Neuendorf
|
Die deutsche Adresse gehört aber nur dem Firmenhändler, der mit der Gründung der Briefkasten-Limited beauftragt wurde.
MOBILE BILLING SOLUTIONS LTD
TROJAN HOUSE, TOP FLOOR
34 ARCADIA AVENUE
LONDON
UNITED KINGDOM
N3 2JU
Company No. 07095588
Status: Active
Date of Incorporation: 04.12.2009
Director:
RADIM MORAVEC *19.08.1972
11 DVOJDOMI
OKRES USTI NAD LABEM
CZ- 042
Secretary:
KRUEMMEL & KOLLEGEN LIMITED
c/o SEBASTIAN KRUEMMEL
HENNINGSDORFER STR 20
16540 HOHEN NEUENDORF
|
Vor der Mobile Billing Solution Ltd. und einer drohenden Abzocke wurde im Forum von Boocompany schon gewarnt. Im gleichen IP-Block von mymobilebilling.com liegt auf der Nachbar-IP noch eine weiteres Abzockprojekt mit der User geprellt werden sollen.
Über den Dienst IPhone-Tester ist die Mobile Marketing Ltd. auf Kundenfang. Ebenfalls gegen einen Vorauszahlung von 99 Euro soll bei iphone-tester.com ein IPhone zum Testen erhältlich sein. Es ist anzunehmen, dass aber nie ein IPhone beim Tester ankommen wird. Die Firma Mobile Marketing Ltd. ist nicht mehr existent und wurde bereits im August 2009 aus dem britischen Handelsregister gelöscht.
MOBILE MARKETING LTD.
94 NEW BOND STREET
LONDON
W1S 1SJ
Company No. 05736527
Status: Dissolved 18/08/2009
|
Wenn man einmal davon absieht dass in Deutschland private Hausverlosungen verboten sind, wo soll ein Opfer aus Deutschland seine Rechte einfordern können? Schließlich geht es um eine Finca in Spanien, deren vermeintlichen Lose über eine britische Firma vertrieben werden. Für das Hosting der Webseiten zeichnet mit Christian Hoffmann eine Person verantwortlich, die schon für betrügerische Machenschaften bekannten ist.
| In den dem TA vorliegenden Dokumenten ist auch die Rede von «dicken» Umschlägen, die Schmidt in der Schweiz abholt. Ebenfalls mit 30 Prozent an der Happy Passion beteiligt ist Christian Hoffmann, Vorstand des Internetproviders IP69 Internet Solutions. Die IP69 wird seit Jahren regelmässig in Zusammenhang mit Abofallen und E-Mail-Spam in Verbindung gebracht. |
Quelle: Tagesanzeiger – Ihr Nacktbild wurde freigegeben
[antiabzockenet]
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Sonntag, 14. Februar 2010
Inkasso für Clever-Download.net von Phantomkanzlei? –
Auf eine besonders dreiste Abzockmasche wurde die Redaktion hingewiesen. Betroffene des Portals clever-download.net erhalten seit wenigen Tagen Rechnungen von einem bisher unbekannten Inkassodienst Herzog & Partner Co.. Laut Anschreiben sollen für die Firma Web Net AG Co. bestehende Forderung eingezogen werden.
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heute erhalten Sie Ihre Rechnung für Ihre Anmeldung auf www.clever-download.net
vom XX.02.2010 im PDF-Format. Bitte überweisen Sie den Betrag in den nächsten Tagen auf unser Konto.
Ihre Herzog & Partner Co.
Kanzlei für Zahlungsmanagement*
http://www.herzog-partner.com
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Zwar gibt es die Firma WEB NET AG CO. tatsächlich und sie ist im Handelsregister von Florida eingetragen, trotzdem stinkt da etwas ganz gewaltig. Die Domain herzog-partner.com wurde erst am 04.02.2010 registriert. Bei einer Suche nach der angeblichen Kanzlei für Zahlungsmanagement findet man zwar diverse Firmen, die offensichtlich aber allesamt nichts mit dieser Gaunerei zu tun haben. Anscheinend handelt es sich bei der Angabe von Herzog & Partner Co. um ein Phantomunternehmen. Man setzt wohl bewusst eine Verwechselung mit einer Anwaltskanlei aus Nürnberg, die einen ähnlichen Namen hat.
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Dass hier jemand nicht erkannt werden möchte, zeigen auch die Domaindaten von clever-download.net und herzog-partner.com. Beide Domains wurden über den Anonymisierungsdienst GoDaddy registriert.
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Quelle und weitere Infos: branchenbuchverzeichnis.info
Die beiden Webseiten clever-download.net und herzog-partner.com wurden nicht nur über den gleichen Dienst registriert, sondern liegen auch auf der selben IP-Adresse 97.74.215.60.
Verschickt werden die Rechnungen per Post aus der Schweiz. Bei den angegebenen Anschriftten in den PDF-Schreiben handelt es sich jeweils um einen Büroservice, bei dem auch ein Weiterleitungsdienst angeboten und betrieben wird.
Das trifft auch für die Adresse in Neuseeland des Directors Michael Leyden von der WEB NET AG CO. zu. Auch dort befindet sich wieder nur ein Weiterleitungsdienst:
24B MOOREFIELD RD.
WELLINGTON NEW ZEALAND X 6037
Quelle: Privatebox
Sind Sie betroffen? Haben Sie auch so eine Rechnung erhalten? Dann sollten Sie sich die Tipps der Verbraucherzentralen zu Herzen nehmen.
- Zahlen Sie nicht!
- Bleiben Sie stur!
- Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen!
Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg
PS: Auch die folgende, in den Schreiben enthaltene, Drohung ist Unsinn.
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Sollte ein Dritter Ihren Namen, E-Mail-Adresse und/oder Anschrift missbraucht haben, so teilen Sie uns dies bitte mit,
damit wir strafrechtliche Schritte einleiten und den Ermittlungsbehörden die vorliegenden Informationen (IP-Adresse usw.) weiterleiten können.
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Das können Sie getrost ignorieren. Bevor so etwas in Frage kommt, wird wohl eher ein Fäustle aus dem Firmenbriefkasten kommen.
[antiabzockenet]
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Montag, 08. Februar 2010
Die vom Provider-Verband Eco betriebene Internet-Beschwerdestelle, bei der Nutzer illegale Inhalte melden können, ist im vergangenen Jahr 5.987 Beschwerden nachgegangen.
Beanstandet wurden Inhalte wie Kinderpornografie, extreme Gewaltdarstellungen oder antidemokratische Propaganda. Die meisten Beschwerden gingen dabei zum Usenet ein (3.018 Beschwerden), dicht gefolgt von über Inhalte auf Webseiten (2.687). Das teilte der Eco heute mit.
In 49 Prozent der Fälle handelte es sich um Darstellungen von Kindern in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung, rund 40 Prozent der Beschwerden bezogen sich auf Kinderpornografie. Im Bereich der Webseiten sei außerdem ein signifikanter Anstieg der Beschwerden über kinderpornografische Inhalte zu verzeichnen.
Im Gegensatz dazu ist das Beschwerde aufkommen über politisch extremistische Inhalte im Jahr 2009 weiter rückläufig gewesen. Der Anteil liegt im Jahr 2009 lediglich bei 5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2009 eine deutliche Steigerung der Beschwerde zahl um 19 Prozent. Diese Zahl deutet darauf hin, dass die Meldebereitschaft bei den Internetnutzern steigt. Auf einen Anstieg oder Abnahme der jeweiligen illegalen Inhalte im Internet lassen die aktuellen Zahlen aber nicht schließen.
Beschwerden, die bei der Internet-Beschwerdestelle eingehen, werden zunächst einer umfassenden juristischen Prüfung unterzogen.
quelle : winfuture.de, Hier klicken um den vollen Artikel zu lesen.
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Mittwoch, 27. Januar 2010
Blogs, Netzwerke, Webseiten – überall im Netz prangt das Pfeilchen-Logo der sächsischen Komsa AG. Aber nur, wenn man aus dem Firmennetz der Komsa surft. Das fand die Komsa-Rechtsabteilung erst nach einigen Abmahnungen heraus.
Die Komsa AG hat ein schönes Logo: Neun grüne Pfeile weisen optimistisch nach oben rechts. Toll! Deshalb war eine Komsa-Mitarbeiterin wohl so schockiert, als sie das Pfeilchen-Logo der Firma überall im Web sah, auf wildfremden Seiten. Sie verschickte dann zur Sicherheit drei Abmahnungen, wegen unerlaubter Nutzung des Komsa-Logos.
Die Pfeilchen-Logo-Diebe sollten eine Unterlassungserklärung unterschreiben, die Logos von ihren Seiten entfernen und Auskunft über die Verwendung der neun grünen Aufwärts-Pfeilchen geben
Das Problem: Keiner der Betroffenen hatte je von der Komsa AG gehört, keiner konnte sich erinnern, das Logo irgendwo genutzt zu haben.
Ein Telefonat klärte den Sachverhalt: Im Komsa-Firmennetz blendet ein Ad-Blocker die Werbung auf Web-Seiten aus und ersetzt die Banner durch das Firmenlogo. Deshalb sahen Mitarbeiter überall im Web ihr eigens Signet. Firmensprecherin Katja Förster erklärt SPIEGEL ONLINE: “Es handelt sich dabei um einen bedauerlichen unternehmensinternen Fehler
quelle : spiegel.de, Hier klicken um den ganzen Bericht zu lesen
gefunden bei : antiabzockenet.blogspot.com
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Montag, 11. Januar 2010
Die spanische Regierung will härter gegen mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen vorgehen und hat aus diesem Grund einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Eine Sperre von Webseiten ist dabei nur mit einer richterlichen Anordnung möglich.
Vier Tage soll der zuständige Richter sodann Zeit haben, um über eine mögliche Sperre von bestimmten Webangeboten zu entscheiden. Mit den zugehörigen Entscheidungen soll eine “Kommission für geistiges Eigentum” im Kulturministerium beauftragt werden. Diese Kommission aus Experten für Urheberrecht und Internet soll Beschwerden in diesem Zusammenhang entgegennehmen und jede eingehende Anzeige prüfen, teilte ‘Futurezone‘ mit.
quelle : winfuture.de, Hier klicken um den vollen Artikel zu lesen.
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